Büro-Knigge: Der richtige Dresscode im Office
Das optische Erscheinungsbild eines Arbeitnehmers ist sein Aushängeschild und zugleich der Ausdruck der beruflichen Einstellung. Gerade in Unternehmen, in denen es keinen offiziellen Dresscode gibt, stellen sich jedoch viele Arbeitnehmer zu Recht die Frage, welche Kleidung als angemessen betrachtet werden kann und welche Kriterien bei der Wahl des entsprechenden Outfits an den Tag gelegt werden sollten. Welche Farben sind angemessen und welche Farben können eher auf Unverständnis beim Arbeitgeber stoßen und vor allen Dingen, welche Aussage hat die Farbe der Kleidung?

Einige wichtige Anhaltspunkte

Bei der beruflichen Kleidung muss zunächst zwischen drei verschiedenen Kategorien unterschieden werden: Smart Casual Wear, Classic Casual Wear sowie Casual Friday Wear. Obgleich diese Begriffe als Anglizismus ausgelegt sind, so haben sie ihren Weg in den beruflichen Alltag hierzulande längst gefunden. Als Faustregel für die Wahl der Kleidung kann festgehalten werden, dass die Position des Arbeitnehmers in der firmeneigenen Hierarchie durchaus auch die farbliche Wahl der Kleidung beeinflusst. Je höher der Arbeitnehmer in der Hierarchie angesiedelt ist, desto dunkler sollte die farbliche Gestaltung der Kleidung gewählt werden.

Die Unterschiede der verschiedenen Outfits

Unter Classic Casual Wear wird das klassische Business Outfit bei Männern und Frauen verstanden. Während männliche Arbeitnehmer den Anzug mit Krawatte als Casual Wear wählen sollten, besteht das Casual Wear Outfit der Frauen aus einem klassischen Kostüm oder alternativ aus einem Hosenanzug in Kombination mit einer hochwertigen dezenten Bluse. Insbesondere bei sehr hohen Temperaturen sollte der Arbeitnehmer auf die Qualität des gewählten Stoffes besonders achten, da Schweißflecken das bestgewählte Outfit mit einem Schlag zunichtemachen.

Als Smart Casual Wear wird das legere Businessoutfit des Arbeitnehmers verstanden, welches sich von dem Casual Wear dahingehend unterscheidet, dass die Krawatte bei einem männlichen Arbeitnehmer durchaus im Schrank verbleiben kann. Auch das Sakko des Anzugs ist beim Smart Casual Wear eher als optional anzusehen während hingegen die Frau im Smart Casual Wear Outfit auf einen dezenten Rock und eine Bluse zurückgreifen kann. Selbstverständlich sollten auch bei Smart Casual Wear die Schuhe und Socken auf das restliche Outfit abgestimmt werden, da dieses Kleidungsstil mitnichten bedeutet, dass der Arbeitnehmer in weißen Tennissocken und bunten Schuhen auf der Arbeit erscheinen sollte.

Der Casual Friday Look gilt in der Berufswelt als reine amerikanische Erfindung und hat sich in zahlreichen Unternehmen hierzulande noch nicht im amerikanischen Ausmaß durchgesetzt. Vom Grundprinzip wird er als optische Einstimmung auf das nahende Wochenende angesehen. Der männliche Arbeitnehmer, der den Casual Friday Look optisch zum Ausdruck bringen möchte trägt als Alternative zum Anzug eine hochklassige Jeanshose oder alternativ eine Anzughose aus Leinenstoff in Verbindung mit einem T-Shirt und Jackett. Unter der Woche sollte auf Leinenstoffe verzichtet werden, da diese im Berufsleben aufgrund ihrer knitteranfälligen Optik als verpönt gilt. Bei den Frauen gilt der gleiche Grundsatz wie bei ihren männlichen Pendants, wobei das Casual Friday Outfit die Weiblichkeit betonen sollte.

Grundlagen sowie klassische No-Goes des beruflichen Outfits

Selbstverständlich gibt es bei der Wahl des beruflichen Outfits sowohl für Männer als auch für Frauen sogenannte Do‘s und Dont‘s, die in Verbindung mit der Kleidung das Auftreten der Arbeitnehmer beeinflussen sollten. Diese können als grundsätzliches Erscheinungsbild angesehen werden. Bei Männern gelten eine ordentliche Frisur sowie auch die Wahl der richtigen Beinlänge bei den Hosen als absolute Grundlage, wobei der Hosensaum stets in einem Rahmen von 0,5 bis maximal 1 cm über den Schuhabsatzrand befindlich sein sollte. Die ordentliche Rasur sowie eine angemessene Deodorierung gelten ebenfalls als Grundlage für den beruflichen Auftritt. Als No-Go gelten bei Männern grundsätzlich weiße Tennissocken sowie übermäßiger Schmuck und großgemusterte Jacketts. Auf bunte Strümpfe sollte der männliche Arbeitnehmer ebenfalls in jedem Fall verzichten.

Bei weiblichen Arbeitnehmern gelten Hosenanzüge sowie dezente Kostüme in jedem Fall als angemessen, die – abhängig von der beruflichen Branche – in Verbindung mit einem dezenten Make-up und Feinstrumpfhosen über die ganze Woche getragen werden können. Ein geschlossenes Schuhwerk sowie gepflegte Hände und eine nicht zu moderne Frisur werden als Selbstverständlichkeit bei weiblichen Arbeitnehmern angesehen. Um das beruflich angemessene Outfit zu wahren sollte die Frau in jedem Fall auf zu schweres Parfum sowie durchscheinende Blusen und ein zu tief sitzendes Dekolleté verzichtet werden.

Mit modischen Grüßen
Ihr HD-Toner Team 😉
www.hd-toner.de

 

Büro-Knigge: Der richtige Dresscode im Office

Ein Gedanke zu „Büro-Knigge: Der richtige Dresscode im Office

  • 20. April 2015 um 11:14
    Permalink

    Cooler Artikel, aber ich glaube es kommt auch etwas auf die Branche und „den Laden“ an, in dem man Arbeit. In Grafik- und Werbeagentur läuft man ja vermutlich etwas „lockerer“ wie z.B. in einem Versicherungsbüro. Ansonsten passt der schon. Zu „lässig“ sollte man auf keinen Fall im Büro rumlaufen. Das wirkt nicht unseriös gegenüber den Kunden, sondern macht auch bei den Kollegen einen schlechten Eindruck.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.