Drucker kalibrieren: So stellt man den Drucker richtig ein!

 

Wenn die Farben und Konturen bei einem Ausdruck überhaupt nicht der Vorlage auf dem Bildschirm entsprechen, liegt das meistens an einer fehlerhaften Einstellung des Druckers. Um diese Problematik beim Drucken aus der Welt zu schaffen, führt in der Regel kein Weg an einer Neu-Kalibrierung vorbei. Doch wie funktioniert das Kalibrieren eines Druckers eigentlich genau?

Warum sollten alte und neue Drucker vor der Benutzung kalibriert werden?

Insbesondere beim Drucken von farbenfrohen Bildern und Grafiken ist die korrekte Kalibrierung in den meisten Fällen eine Grundvoraussetzung für ein einwandfreies Druckergebnis. Für eine optimale Bildqualität spielt hierbei das perfekte Farbmanagement ebenso eine wichtige Rolle, wie auch die darauf abgestimmte Bildschirmkalibrierung. So kommt beim Ausdrucken von Fotos der sogenannte CMYK-Vierfarbendruck zum Einsatz, bei dem die Farbwiedergabe oft dunkler ausfällt als bei der Bildschirmvorlage. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass es zu einer Überlagerung der Pigmente beim Druckvorgang kommt und die Farben in der Folge verfälscht wiedergegeben werden.

Ein anschauliches Beispiel wäre in diesem Zusammenhang der Ausdruck einer Deutschlandfahne, die im Wesentlichen aus den Farben Schwarz, Rot und Gelb besteht. Stimmt die Kalibrierung hier nicht überein, so kommt es zu einer Überlagerung der Farbpigmente, wobei beispielsweise knallrote Bereiche eher dunkelrot oder sogar braun vom Druckgerät dargestellt werden.

Drucker kalibrieren: Wie lässt sich ein Drucker richtig einstellen?

Wer einen neuen Drucker kalibrieren möchte, kann sich mit der Hilfe von ICC-Profilen die Arbeit um ein Vielfaches erleichtern. Bei diesen Profilen handelt es sich um genormte Datensätze, welche den Farbraum von Farbeingabe- bzw. Farbwiedergabegeräten beschreiben. Mit der Hilfe der Profile können Nutzer genau sehen, wie ein Gerät Farben interpretiert und wiedergibt. Kommt es beim Drucken zu ungewollten Farbstichen, so ist in vielen Fällen ein fehlendes oder falsch eingestelltes ICC-Profil die Ursache. Um hier Abhilfe zu schaffen, sollte man im ersten Schritt mit dem neuen Drucker einen Probedruck anfertigen bzw. eine Testseite ausdrucken, der als Rohvorlage für die Kalibrierung dient.

Wer einen neuen oder alten Drucker kalibrieren will, sollte bei der Anfertigung des Probedruckes zudem darauf achten, dass hierbei kein Farbmanagement zum Einsatz kommt. Anschließend wird mit der Hilfe eines Messprogramms ein spezielles Druckerprofil erstellt und auf dem Computer installiert. Zu beachten ist, dass die Farbwiedergabe beim Probedruck auch vom verwendeten Druckerzubehör wie beispielsweise Papier, Druckerpatronen und Toner beeinflusst wird. So wirken Ausdrucke auf hochglänzendem Fotopapier beispielsweise immer etwas anders als auf matter Standard Druckerpapier.

Die passende Software für eine Kalibrierung von Druckern und Monitoren

Für eine präzise Anpassung des Druckerprofils wird in jedem Fall ein abgestimmtes Spektralcolorimeter sowie eine passende Software benötigt. Soll eine perfekte Farbwiedergabe angestrebt werden, so muss neben dem Drucker auch der entsprechende Monitor korrekt eingestellt werden. Üblicherweise bieten große Druckerhersteller für diesen Zweck entsprechende Kalibrierungspakete an, bei denen sowohl alles für die Profilierung von Monitoren als auch für die Anpassung von Drucker enthalten ist. Alternativ gibt es auf dem Markt auch zahlreiche weitere Programme für die Profileinstellung bzw. das gemeinsame Farbmanagement von Druckern und Monitoren.

Neben kostenpflichtigen Tools wie beispielsweise der SpyderPrint-Software, existieren für Privatanwender ebenfalls kostenfreie Programme im Internet. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Qualität sowie der Umfang der Funktionen gegenüber kostenpflichtiger Software stark eingeschränkt sein können. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Ansprüche des Nutzers maßstabgebend. So reicht für Hobbyfotografen in vielen Fällen eine Gratis-Version völlig aus, während professionelle Arbeiten häufig ein Programm mit einem ausgedehnten Funktionsumfang erfordern.

Das Fazit

Die korrekte Profileinstellung von Druckern und Monitoren ist zwar mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden, allerdings ist sie bei vielen Geräten auch zwingend für eine maximale Druckqualität erforderlich. Wer hier ein gutes Ergebnis erzielen will, sollte sich in jedem Fall mit der Technik und dem Thema der Farblehre intensiv auseinandersetzen, da sich das passende Know-how bei der Kalibrierung definitiv auszahlt.

Mit farbenfrohen Grüßen
Ihr HD-Toner Team 😉
www.hd-toner.de

 

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