Druckkopfreinigung bei Tintenstrahldruckern

Verschlechtern sich die Druckergebnisse beim Tintenstrahldrucker, könnte das Druckkopf reinigen notwendig werden: Besonders blasse Ausdrucke oder weiße Streifen deuten darauf hin, dass die Tinte auf ihrem Weg von der Patrone auf das Papier nicht ungehindert fließen kann. Eine Reinigung ist aber in den meisten Fällen recht einfach möglich.

Regelmäßige Ausdrucke verhindern Tintenstau

Der Druckkopf sorgt mit seinen feinen Düsen dafür, dass die Tinte aus der Patrone fein auf das Blatt verteilt wird. Weil die Tinte dort gewissermaßen den Weg durch ein Nadelöhr finden muss, kommt es genau an dieser Stelle auch besonders schnell zu Problemen. In den letzten Jahren haben sich diese Schwierigkeiten noch einmal etwas verschärft, weil die Druckköpfe immer kleinere Tropfen abgeben. Nur so sind scharfe Ausdrucke möglich, die sich direkt nach dem Drucken auch schon anfassen lassen. Zum Eintrocknen der Tinte kommt es, wenn der Drucker über einen längeren Zeitraum nicht verwendet wurde.

 

Die Diagnose ist meist nicht schwer: Besonders vereinzelte, helle Streifen deuten auf einen solchen Tintenstau hin. Auch ein insgesamt blasses Druckbild kann auf eine solche Verschmutzung hinweisen, sofern der eigentliche Füllstand der Patronen noch als ausreichend angezeigt wird. In einem solchen Fall sollte zunächst einmal eine automatische Druckkopfreinigung erfolgen: Dieses vom Hersteller vorgesehene Reinigungsprogramm kann innerhalb der Druckersoftware gestartet werden. Häufig schafft eine solche Selbstreinigung tatsächlich Abhilfe, in hartnäckigen Fällen ist das Problem aber meist noch nicht gelöst. Dann muss eine manuelle Druckkopfreinigung erfolgen, um den Tintenstau zu beseitigen.

Canon und HP lassen Druckkopfausbau zu

Fast alle Hersteller verwenden heute permanente Druckköpfe. Sie gelten bei normaler Verwendung eigentlich nicht als Verschleißteil und sollten ein Druckerleben lang halten. Ist das einmal nicht der Fall, müssen Sie als Ersatzteil im Fachhandel nachbestellt werden, wovon aufgrund der hohen Kosten meist abzuraten ist – ein komplett neuer Drucker ist dann die bessere Wahl. Für die manuelle Reinigung des Druckkopfes bei einem Canon Drucker oder HP Drucker müssen zunächst die Patronen entfernt werden. Darunter liegt der Kopf, der in der Regel mit einem grauen Hebel verriegelt ist. Danach sollte entweder destilliertes Wasser oder ein spezieller Reiniger auf einen flachen Teller gefüllt werden.

 

Das Druckkopf reinigen sollte dann so geschehen, dass das Bauteil mit den Düsen in Flüssigkeit getaucht wird. Nach Möglichkeit sollten die Kontakte allerdings nicht mit der Reinigungsflüssigkeit in Berührung kommen. Auch etwaig vorhandene Resttinte muss vorsichtig behandelt werden, aus Kleidung ist sie meistens kaum noch zu entfernen. Druckkopfreiniger bei Tintenstrahldruckern bringt im Vergleich zu demineralisiertem Wasser die besseren Ergebnisse und ist ebenfalls im Fachhandel zu erwerben. Ein solcher Versuch lohnt sich durchaus; neu Druckerpatronen für Tintenstrahldrucker sind im Vergleich deutlich teurer.

Brother und Epson Drucker mit Eigenheiten

Bei einem Brother Drucker sollte noch ein weiteres Detail beachtet werden: Diese Geräte verfügen über einem Schwamm, auf dem die überschüssige Tinte des Druckkopfes abgestreift werden soll. Ist dieser Schwamm gesättigt, kommt es immer wieder zu verunreinigten Druckköpfen. Der sich zumeist ganz links befindliche Tintenschwamm sollte vorsichtig mit einem Brillenputztuch gereinigt werden. Brillenputztücher haben den Vorteil, dass die Reinigungsflüssigkeit, in die sie getränkt wurden, keine Rückstände enthält – ein Ausbau des Schwammes ist leider nicht möglich.

 

Bei einem Epson Drucker kommt noch ein weiteres Problem hinzu: Der Ausbau eines Druckkopfes ist nicht vorgesehen, eine Säuberung daher komplizierter. Dabei muss so vorgegangen werden, dass die Stromzufuhr zum Drucker getrennt wird, sobald der Druckkopf noch in Bewegung ist. In der Parkpositionen ist die Unterseite nicht zu erreichen. Danach sollte ein fusselfreies Tuch, welches in eine Reinigungslösung getränkt wurde, unter die Köpfe gelegt werden. Am besten werden sie einfach über das Tuch geschoben und bleiben dann einige Zeit stehen.

Fazit: Druckkopfreinigung verbessert Druckergebnisse

Wird ein Tintenstrahldrucker längere Zeit nicht benutzt, verschlechtern sich die Druckergebnisse zumeist erheblich. Schuld ist eingetrocknete Tinte, die den Durchfluss beim Drucken behindert. Um solche Überraschungen zu vermeiden, sollte nur hochwertige Tinte gekauft werden. Außerdem ist es empfehlenswert, alle zwei bis drei Wochen einen Ausdruck zu tätigen. Doch auch eine Reinigung ist möglich: Schaffen die automatischen Reinigungsprogramme keine Abhilfe, kann die Säuberung des Druckkopfes auch manuell geschehen. Im Fachhandel werden dazu spezielle Reinigungsflüssigkeiten angeboten.

 

Ihr frisch gereinigtes
HD-Toner Team 😉
http://www.hd-toner.de

Druckkopfreinigung bei Tintenstrahldruckern

5 Gedanken zu „Druckkopfreinigung bei Tintenstrahldruckern

  • 11. Juni 2014 um 11:32
    Permalink

    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Nur mal eine Frage an die Experten: Darf man einen Druckkopf eigentlich mit Reinigungsbenzin säubern oder sollte man das lieber lassen? Danke im Voraus 😀 Viele Grüße, Mike

    Antworten
  • 17. Juni 2014 um 8:16
    Permalink

    Hallo Mike,

    wir würden vorschlagen, einen geeigneten Druckkopfreiniger dafür zu nehmen. Da es bei Reinigungsbenzin sein kann, dass der Druckkopf damit beschädigt wird.

    Ihr HD-Toner Team

    Antworten
  • 18. Juni 2014 um 11:52
    Permalink

    Hallo HD-Toner-Team!

    Ich bin heute bei Google auf diesen Artikel aufmerksam geworden. Mein HP Tintenstrahler hat neulich nur noch noch weiße Seiten mit ein paar schwarzen Strichen ausgedruckt, aber eure Tipps haben mir echt geholfen. Ich wollte mir schon einen neuen kaufen, aber jetzt druckt die alte Kiste wieder wie geschmiert!

    Vielen Dank euch!!! 😉

    Antworten
  • Pingback: Druckkopfreinigung: Abhilfe gegen schlechte Druckergebnisse | Antary

  • 27. Juni 2014 um 14:11
    Permalink

    Moin moin! Unterscheiden sich Druckköpfe von Canon, HP und so eigentlich irgendwie bzw. sind diese je nach Hersteller anfälliger für „Verstopfungen“? Gruß, Raphael

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.