Farbbänder: Was ist das und wie funktionieren diese?

 

In der heutigen Zeit werden Printaufgaben hauptsächlich mit der Hilfe von modernen Drucksystemen wie Tintenstrahl- und Laserdruckern in die Tat umgesetzt, wobei die Steuerung durch einen Computer erfolgt. Trotz der hochentwickelten Technologie dieser Systeme, konnten sie bisher traditionelle Drucktechniken nicht gänzlich vom Markt verdrängen, sodass auch heute noch diverse Geräte verwendet werden, die mit klassischen Farb- bzw. Schriftbändern arbeiten.

Was genau sind Farbbänder und wie funktionieren sie?

Prinzipiell können Farbbänder als eine Art historisches Pendant zu den heutigen Druckerpatronen in Tintenstrahldruckern bzw. Tonerkartuschen in Laserdruckern angesehen werden, da sie trotz unterschiedlicher Funktionsweise einen ähnlichen Zweck erfüllen. So dienen Schrift- und Druckerfarbbänder bei Geräten wie Schreibmaschinen und Nadeldruckern in erster Linie der Farbübertragung. Im Wesentlichen handelt es sich bei den Bändern um ein mit Farbe getränktes oder speziell beschichtetes Trägermaterial, das durch gezieltes Anschlagen Farbe auf ein Papier übertragen kann. Für gewöhnlich werden die Farbbänder in einer speziellen Kassetteneinheit fixiert oder alternativ auf zwei Spulen gespannt. Trotz des enthaltenen Farbstoffs führt der drucklose Kontakt eines Bandes nicht zu einer Einfärbung des Papiers. So ist für die Farbübertragung eine gezielte Druckanwendung erforderlich, die zum Beispiel im Fall vom Schreibmaschinenfarbband oder Nadeldrucker mechanisch durch das Anschlagen einer Type bzw. der Nadeln geschieht.

Welche unterschiedlichen Schreibbandtypen gibt es und wo liegen die Unterschiede?

Grundsätzlich existieren mit Textil- und Carbonfarbbändern zwei verschiedene Varianten auf dem Markt, die auch heute noch eine wirtschaftliche Relevanz aufweisen. Textilfarbbänder stellen im Bereich der Farbbänder einen echten Klassiker dar, da sie schon vor über 150 Jahren in Schreibmaschinen verwendet wurden. Wo früher hauptsächlich Baumwolle und Seide zum Einsatz kam, wird heute meist Nylon als Grundlage für das Gewebeband genutzt. Nach der Herstellung wird das Material in Farbe getränkt, wobei sich die Poren vollsaugen und gleichzeitig die Farbe speichern. Carbonfarbbänder stellen ein hochentwickeltes Gegenstück zu den Textilfarbbändern dar, das vor allem in Bezug auf die Druckqualität überzeugt. Im Allgemeinen bestehen die Carbonfarbbänder aus einem dünnen Kunststoffstreifen, der mit Farbe und Bindemittel beschichtet ist. Die Farbe ist besonders feinkörnig und besteht heute meistens aus kunstharzhaltigen Stoffmischungen.

Was sind die Vor- und Nachteile der beiden Farbbandvarianten und was ist beim Kauf zu beachten?

Einer der größten Nachteile von Textilfarbbändern ist ihre mangelhafte Druckqualität, da sich aufgrund der Gewebestruktur immer kleine Unsauberkeiten erkennen lassen. Diese Tatsache ist auch ein Grund dafür, warum Textilfarbbänder zum Beispiel für den Buchdruck absolut ungeeignet sind. Die fein beschichteten Carbonfarbbänder bieten hingegen ein wesentlich saubereres Druckbild, das allerdings nicht dokumentenecht ist, da sich die Schrift relativ leicht verwischen lässt. Dies verleiht den Kunststofffarbbändern wiederrum eine ausgezeichnete Korrekturfähigkeit, sodass Tippfehler & Co relativ leicht beseitigen werden können. Bei Textilfarbbändern ist die Korrektur deutlich aufwändiger und erfordert in der Regel gesonderte Maßnahmen. Schreibmaschinenfarbbänder mit Kunstharz- oder Kohlenstoffbeschichtung stellen bei der Verwendung jedoch ein Risiko für die Informationssicherheit dar, da sich anhand des Verbrauchsmaterials Schriftstücke rekonstruieren lassen. Bei Farbbändern aus Nylon ist diese Gefahr nicht gegeben, was daran liegt, dass nach jedem Anschlag die Kapillarwirkung eine Neuverteilung der Farbe zur Folge hat. Wer ein Farbband kaufen möchte, sollte neben der Typenwahl weiterhin ein Auge auf die Qualität werfen. So können minderwertige Produkte das Druckbild beeinträchtigen und eine mangelhafte Haltbarkeit aufweisen.

Schreibmaschinen- und Druckerfarbband kaufen im Fazit

Traditionelle Drucktechniken werden auch heute noch im wirtschaftlichen sowie privaten Bereich verwendet, sodass nach wie vor eine große Nachfrage in Bezug auf Druckerfarbbänder vorherrscht. Ob für den Nadeldrucker in der Praxis oder aus purer Nostalgie: Hochwertige Farbbänder können für viele Zwecke genutzt werden und sind in der Regel preisgünstig in der Anschaffung.

Mit farbigen Grüßen
Ihr HD-Toner Team 😉
www.hd-toner.de

 

Farbbänder: Was ist das und wie funktionieren diese?

4 Gedanken zu „Farbbänder: Was ist das und wie funktionieren diese?

  • 19. April 2017 um 16:16
    Permalink

    Hallo,

    wo bekomme ich ein Farbband (schwarz) für einen Commodore MPS-1230 her?
    Im Internet konnte ich bisher leider nichts finden 🙁

    Danke im Voraus.

    Antworten
    • 20. April 2017 um 8:02
      Permalink

      Hallo Paul Neumann,

      leider haben wir das nicht im Shop und können das Farbband auch nirgends herbekommen.

      Vielleicht bei einen Händler vor Ort mal fragen?

      Ihr HD-Toner Team

      Antworten
      • 20. April 2017 um 14:09
        Permalink

        Hallo HD-Team,

        ich habe gerade gesehen, dass auch ein Farbband für den Olivetti DM 100 Drucker passen würde – aber dafür gibt es vermutlich auch keine Farbbänder mehr oder? 😉

        Danke im Voraus!

        Antworten
        • 21. April 2017 um 15:59
          Permalink

          Sehr geehrter Herr Neumann,

          leider nicht.

          Ihr HD-Toner Team

          Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.