Das Thermotransferverfahren zählt zu den sogenannten Thermodruckverfahren, bei denen das Druckergebnis durch eine punktuelle Hitzeerzeugung mittels zahlreicher Heizelemente generiert wird. Benötigt wird dazu eine speziell beschichtete Folie. Dort, wo die Heizelemente angesprochen werden, schmilzt die Farbschicht von der Folie und gelangt so auf das Papier. Dadurch wird ein lange haltbares, dokumentenechtes Druckergebnis erzielt, wodurch sich das Thermotransferverfahren in verschiedenen Bereichen der Drucktechnik bewährt hat.

Die Folie ist die Basis – so funktioniert der Thermotransferdruck

Für den Thermotransferdruck wird, wie eingangs erwähnt, eine beschichtete Folie benötigt, welche in Form sogenannter Thermotransferrollen erhältlich ist. Solche Rollen sind immer zweiteilig, das heißt sie bestehen aus einer Vorratsrolle und einer Aufwickelrolle für die verbrauchte Folie. Die Funktionsweise ist dabei ähnlich, wie beim Farbband einer Schreibmaschine. Beim Thermotransferverfahren wird jedoch nicht mit mechanischem Druck gearbeitet, sondern durch computergesteuertes Erhitzen der zu bedruckenden Bereiche. An den erhitzten Stellen schmilzt die Farbe von der Folie und wird so dokumentenecht auf das Papier gebracht. Ein Thema beim Thermotransferdruck ist der Datenschutz. Denn von der verbrauchten Thermotransferrolle können später alle Daten abgelesen werden. In datenschutzrelevanten Bereichen, zum Beispiel im Bankwesen, muss daher bei der Verwendung von Thermotransferdruckern ein besonderes Augenmerk auf die Vernichtung verbrauchter Rollen gelegt werden.

Vor- und Nachteile gegenüber Tintenstrahl- und Laserdruckern

Thermodrucker zeichnen sich durch die vergleichsweise günstigen Anschaffungskosten aus. Sie arbeiten sehr schnell, sodass ein Standardgerät in etwa so schnell ist, wie ein Laserdrucker, welcher 60 Seiten pro Sekunde bedrucken kann. Da das Druckergebnis durch Hitzeerzeugung entsteht, ist ein solches Gerät außerdem leiser als andere Druckverfahren. Hinzu kommt, dass bei diesem Verfahren nicht nur passendes Papier, sondern auch andere Oberflächen bedruckt werden können.

Der Kostenvorteil von einem Thermotransferdrucker bezüglich des Verbrauchs ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Im Vergleich zu Druckerpatronen und Toner erscheint der Verbrauch erst einmal höher. Tintenstrahl- und Laserdrucker geben Farbe bzw. Toner nur an den jeweils benötigten Stellen ab, während die Transferfolie gleichmäßig verbraucht wird. Viele Hersteller geben den Farb- und Tonerverbrauch allerdings nur mit einer Schwärzung von ca. 3-5 % an. In vielen Bereichen, in denen das Thermodruckverfahren zum Einsatz kommt, muss allerdings mit wesentlich mehr Schwärzung gerechnet werden, etwa beim Barcode- und Etikettendruck. Hier kann das Thermotransferverfahren auch kostenmäßig punkten. Ab einem Schwärzungsgrad von ca. 15-20% ist der gleichmäßige Verbrauch nämlich in der Regel günstiger, als beim Laser- oder Tintenstrahldruck.

Last but not least: Das Verfahren ist dokumentenecht. Die Ausdrucke verblassen also nicht, wie zum Beispiel beim Tintenstrahldruck. Ein weiterer Vorteil gegenüber diesem System ist, dass Thermodruckgeräte auch bei seltenem Gebrauch einsatzfähig bleiben, während Tinte oft eintrocknet und dann vor der nächsten Nutzung zunächst die Patronen getauscht werden müssen.

In diesen Bereichen ist das Thermotransferverfahren vorn

Bewährt hat sich der Thermotransferdruck insbesondere im Barcode-, Label- und Etikettendruck. Überall dort, wo Beschriftungen lange halten sein müssen und ein hoher Schwärzungsgrad erreicht werden muss, ist das Verfahren bewährt. So können mit einem Etikettendrucker etwa Klebeetiketten erzeugt werden, die zum Beispiel für die dauerhafte Kennzeichnung von Bauteilen erforderlich sind. Auch verschiedene Kassensysteme und Labeldrucker nutzen das Verfahren. Ebenso sind viele Faxgeräte mit Thermotransferverfahren erhältlich, weil sie so besonders leise und wartungsarm betrieben werden können.

Worauf achten bei der Auswahl von Transferrollen?

Je nach Gerät bzw. Hersteller unterscheiden sich die benötigten Thermotransferrollen. So gibt es Geräte, bei denen die Rollen in eine Kassette eingelegt werden, bei anderen Geräten werden sie dagegen direkt in die Mechanik eingebunden. Entsprechend verfügen die Wickelrollen entweder über einen oder mehrere Schlitze bzw. über seitliche Zahnräder. Beim Kauf von Thermotransferfolie muss daher darauf geachtet werden, dass das Produkt kompatibel zum jeweiligen Gerät ist.

Unser Fazit

Im Barcode- und Etikettendruck kann das Thermotransferverfahren punkten und auch für Faxgeräte hat sich diese Druckvariante bewährt. Somit eignet sich das Verfahren als Lösung für spezielle Einsatzzwecke bestens, für den Allroundeinsatz sind dagegen andere Druckverfahren vorzuziehen.

Mit druckfrischen Grüßen
Ihr HD-Toner Team
www.hd-toner.de

Thermotransferrollen – Worauf sollte man beim Kauf achten?

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