Druckerreparatur: Wann lohnt es sich und wann nicht?

 

Drucker und Multifunktionsgeräte können heutzutage oft sehr günstig erworben werden. Immer wieder bringen selbst die renommierten Druckerhersteller hochwertige Modelle auf den Markt, die auch für Kunden mit kleinem Budget erschwinglich sind. Deshalb stellen sich viele Endverbraucher auch die Frage, ob sich bei einem Defekt eines Druckers eine Reparatur überhaupt noch lohnt. Aber warum kommt es nach einiger Zeit zu Defekten und mit welchen Reparaturkosten muss gerechnet werden?

Warum kommt es immer wieder vor, dass ein Drucker nach einigen Zeit seinen Dienst aufgibt?

Im Alltag begegnen dem Kunden immer wieder verschiedene Elektrogeräte, die nach geraumer Nutzungszeit einfach ihren Dienst quittieren. Viele Verbraucher haben den Eindruck, dass manche Hersteller hier ggf. gezielt nachhelfen oder zumindest einen Defekt ihrer Geräte billigend in Kauf nehmen. Auch Verbraucherschützer und andere Experten sind nicht selten der Meinung, dass einige Unternehmen Produkte mit einer “geplanten” Lebenszeit in Umlauf bringen, damit der Kunde letzten Endes anstatt einer Reparatur die Anschaffung eines neuen, teuren Gerätes in Erwägung zieht.

Was sind die häufigsten Defekte, die auftreten und mit welchen Kosten muss man rechnen?

Ein Drucker ist mit zahlreichen Bauteilen ausgestattet, sodass es kaum verwunderlich ist, dass das Gerät nach geraumer Zeit einen Defekt aufweist. Im Prinzip handelt es sich am häufigsten um Querelen mit den Einzugs-, Andruck- und Transportrollen, dem Resttoner- und Tintenauffangbehälter, der Fixierstation, dem Druckkopf, dem Lüfter oder such dem Netzteil, wobei all diese Probleme auf zwei Quellen zurückzuführen sind. Im ersten Fall handelt es sich dabei um den Druckerhersteller, der durch eine mäßige Produktionsqualität, Material- und Herstellungsfehler oder sonstiges dazu beiträgt, dass sein Drucker nicht mehr arbeiten möchte. Im zweiten Fall gehen hingegen die Querelen auf die allgemeine Nutzung des Druckers zurück, denn bis zu 90 Prozent der Druckerstörungen entstehen nachweislich durch Verschleiß oder Verschmutzung der mechanischen Teile. Kommt es zu einem technischen Defekt am Drucker, muss der Nutzer in der Regel mit nicht unerheblichen Reparaturkosten rechnen, sodass in vielen Fällen ein Neukauf die bessere Wahl darstellt.

Wann lohnt es sich einen alten Drucker reparieren zu lassen und wann eher nicht?

Sollte es zu einem Defekt innerhalb der Garantiezeit kommen, lohnt sich in den meisten Fällen definitiv eine Reparatur des Druckers. Schließlich entstehen dem Kunden in der Regel keine Kosten, wenn die Garantie noch nicht überschritten wurde. Leider ist es jedoch häufig der Fall, dass es erst nach Ablauf der Herstellergarantie zu etwaigen Druckerproblemen kommt, sodass hier der Nutzer selbst für die Druckerreparatur aufkommen muss. Je nachdem, welche Bauteile des Druckers dabei ausgetauscht oder instandgesetzt werden müssen, können die Kosten für die Reparatur bei weitem den Preis für den Kauf eines neuen Druckers übersteigen, sodass sich ein Neukauf als deutlich lohnenswerter entpuppt. Zu bedenken gilt hier, dass nicht nur die nötigen Ersatzteile selbst hohe Kosten verursachen können, sondern eben auch deren Einbau.

Warum ist gerade bei hochpreisigen bzw. hochwertigen Geräten eine Reparatur sinnvoll?

Bei der Frage, inwiefern sich die Reparatur des defekten Druckers noch lohnt, gilt folgendes: Je teurer das Gerät ist, desto eher sollte über eine Instandsetzung nachgedacht werden. Auch wenn keine Gewährleistung mehr vorhanden ist, lohnt sich die Reparatur gerade dann, wenn der Nutzer ein teures Gerät oder sogar eine komplette Druckerflotte desselben Herstellers besitzt. Zudem darf auch nicht vergessen werden, dass ein neuer Drucker oft noch mit weiterem Aufwand verbunden ist, wie die Einrichtung der Systeme, die Entsorgung des Druckers und so weiter. Um herauszufinden, ob sich eine Druckerreparatur tatsächlich rechnet, sollte sich der Kunde von einem professionellen Reparaturservice einen Kostenvoranschlag geben lassen.

Welche Alternativen zur Reparatur gibt es?

Sollte sich eine Reparatur des Druckers als nicht rentabel erweisen, bleibt häufig nur noch die Entsorgung des Altgerätes. Anschließend kann sich der Kunde dann im Handel nach einer moderneren Alternative umschauen. Wer sich hier für ein preisgünstiges Gerät entscheidet, muss im Zweifelsfall damit rechnen, dass es nach einigen Monaten wieder zu unschönen Querelen kommt. Im besten Fall entscheidet sich der Nutzer für ein hochwertiges Gerät, welches durch einen guten Funktionsumfang punktet und zum fairen, moderaten Anschaffungspreis angeboten wird. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass der Nutzer von einer längeren Lebensdauer des Gerätes profitieren kann, sondern meist sind die Druckerpatronen und Toner-Kartuschen bei hochpreisigen Druckern vergleichsweise günstiger. Damit lassen sich dann auch noch Folgekosten einsparen. Neben dem Kauf eines Druckers bieten viele Hersteller auch die Möglichkeit, einen hochpreisigen Drucker zu leasen.

Das Fazit

Nicht immer lohnt es sich, einen Drucker reparieren zu lassen. Insofern es sich um ein günstiges Gerät handelt, bei dem die Garantie nicht mehr greift, sollten Kunden bestenfalls eine Neuanschaffung in Betracht ziehen. Bei Profidruckern kann sich hingegen die Druckerreparatur als sinnvoll erweisen, denn hier übersteigt der Restwert des Gerätes meist die Kosten für die Instandsetzung.

 

Druckerreparatur: Wann lohnt es sich und wann nicht?

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