Resttonerbehälter: Was genau ist das eigentlich?

 

Laserdrucker haben Tinten- und Nadeldruckern fast den Rang abgelaufen. Die modernen Geräte machen es möglich, mit hoher Zeitersparnis hoch qualitative Grafiken und Texte aufs Papier zu bringen. Zudem arbeiten sie lautlos und können – je nach Modell – schwarz-weiß oder in Farbe drucken. Darüber entscheidet in erster Linie der Toner. Doch was hat es eigentlich genau mit den einzelnen Bestandteilen des Laserdruckers auf sich? Wie wichtig ist zum Beispiel der Resttoner und welche Funktion besitzt er?

Laserdrucker werden auch im Privathaushalt immer beliebter

Wenn die selbst gemachten Einladungskarten aussehen, als wären sie professionell im Copy Shop gefertigt, liegt das mit Sicherheit am neuen Laserdrucker, der auch in Privathaushalten immer öfter anzutreffen ist. Während Unternehmen seit der Erfindung des Geräts enorm viel Zeit ersparen, da ein Laserdrucker im Vergleich zu Tintenstrahl- oder Nadeldruckern in der gleichen Zeit ein Vielfaches druckt, muss der Otto-Normal-Verbraucher längst nicht mehr auf diesen Vorzug verzichten. Denn auch im Alltag erweist es sich als sinnvoll, digitale Dokumente in kurzer Zeit aufs Papier zu bringen. Urlaubsfotos, Grußkarten oder auch Bewerbungsunterlagen druckt der Laserdrucker in hoher Qualität. Die Farbe bleicht zum einen nicht durch UV-Licht aus und ist zum anderen auch wisch- und wasserfest. Selbstverständlich machen sich diese Vorzüge am Preis bemerkbar. Beim Kauf eines Tintenstrahl- oder Nadeldruckers kommen Kunden weitaus billiger davon. Auf Dauer gesehen, rentiert sich die Investition jedoch, da der Toner seltener gewechselt werden muss. Da kein spezielles Papier erforderlich ist, sondern herkömmliches Papier ebenso gebrauchsfähig ist, ist die Anschaffung auch für Privathaushalte inzwischen interessant.

Relevanz und Funktionen des Resttoners

Wer sich einen Laserdrucker anschafft, achtet in erster Linie auf die Qualität der Toner-Kartuschen sowie der Bildtrommel. Die Kartusche enthält das Tonerpulver, die je nach Leistung 5.000 bis 10.000 Seiten bedrucken kann. Als kleiner Vergleich am Rande: ein Tintenstrahl- oder Nadeldrucker schafft lediglich ein paar hunderte Seiten. Die Bildtrommel gilt als das Herzstück des Laserdruckers. Sie ist zunächst negativ geladen und empfängt Lasersignale an jener Stelle, an der der Toner später auf dem Papier erscheinen soll. Der Laser neutralisiert die negative Ladung, sodass der Toner nicht abgestoßen wird und auf dem Papier haften bleibt. Die noch lose Druckerfarbe wandert anschließend durch die Fixiereinheit, wo sie erhitzt wird und mit dem Papier verschmilzt. Der Druck erscheint als sauberes Abbild der Dokumentation. Ganz so sauber verläuft der Vorgang im Inneren des Laserdruckers jedoch nicht. Bei jedem Druckvorgang bleiben Rückstände des Toners an der Bildtrommel haften. Der Resttoner entfernt diese sorgfältig und sammelt sie in dem Resttonerbehälter. Obwohl das Augenmerk beim Toner kaufen besonders auf der Toner-Kartusche und der Bildtrommel liegt, besitzt der Resttoner demnach eine wichtige Rolle.

Resttoner richtig leeren

Dementsprechend muss der Resttonerbehälter nach einiger Zeit geleert werden. Eine Fehlermeldung informiert den Nutzer über den Zeitpunkt. Zwar ist die manuelle Entleerung kostengünstiger als der Wechsel des Apparats, dennoch bereitet der Eingriff etwas Aufwand. Vorsicht ist nicht nur geboten, weil der Toner schmieren kann, sondern auch weil er giftige Stoffe enthält. Daher empfiehlt sich das Leeren im Freien mit Sicherheitsmaßnahmen wie Handschuhen und einer Feinstaubmaske. Am besten nimmt man sich eine Plastiktüte zur Hand und steckt den Resttoner mit der Öffnung nach unten hinein. Die Plastiktüte wird fest mit der Hand umschlossen. Jetzt klopft man auf den Resttoner, damit die Farbpartikel hinausrieseln. Als Letztes wird die Plastiktüte mit einem Klebeband luftdicht verschlossen.

Resttoner ordnungsgemäß entsorgen

Bei der Entsorgung kommt es auf das Modell des Laserdruckers an. Zum einen sind Bildtrommel, Kartusche und Resttoner manchmal zusammen verbaut. In diesem Fall muss die Trommel ebenfalls ausgetauscht werden, wenn der Toner leer ist. Liegen die Bestandteile einzeln vor, kann es überdies sein, dass der Resttoner einen Smartchip besitzt. In diesem Fall nimmt der Drucker den entleerten Resttonerbehälter nicht wieder an. Der alte Drucker muss also entsorgt werden. Resttoner gehören unbedingt in den Sondermüll, da sie umweltschädliche Substanzen enthalten. Laut Gesetz fällt das Druckerzubehör unter den Elektroschrott. Jenen Abfall nimmt zum Beispiel der Wertstoffhof an, sofern sich das Modell recyceln lässt. In jedem Fall ist der Hersteller verpflichtet, eingeschickte Ware entgegen zu nehmen. Kostenlose Rücksendeetiketten zum Ausdrucken finden Kunden meistens auf der Homepage des Anbieters.

Fazit

Beim Laserdrucker kaufen sollte der Kunde neben der Bildtrommel und der Toner-Kartusche auch auf einen funktionellen Resttoner bzw. Resttonerbehälter achten. Dieser entfernt den zurückgebliebenen Toner von der Bildtrommel. Nach einiger Zeit muss er demnach geleert werden. Dieser Eingriff ist manuell möglich. Jedoch sollte der Anwender die richtige Technik beherrschen und auf eine ordnungsgemäße Entsorgung achten.

 

Resttonerbehälter: Was genau ist das eigentlich?

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