In Zeiten, in denen die Digitalisierung immer weiter zunimmt, ist eine eigene E-Mail-Adresse unerlässlich. Aber warum und wann ist es wichtig, dass die E-Mail-Adresse möglichst seriös klingt und sollte man dabei lieber auf einen kostenlosen Freemail-Anbieter zurückgreifen oder doch auf eine eigene Domain?

Warum ist die eigene E-Mail-Adresse wichtig in vielen Lebensbereichen?

Der digitale Wandel führt dazu, dass sich alltägliche Dinge immer mehr in Richtung Online-Welt verlagern. Wo bis vor einigen Jahren noch ganz klassisch Briefe verschickt wurden und man Kleidung im Warenhaus kaufte, dreht sich mittlerweile nahezu alles um das Internet. Von Dating-Plattformen bis hin zu Online-Shopping und Online-Bezahldiensten bietet das World Wide Web alles, was das Herz begehrt. Fügt man nun alles zu einem großen Puzzle zusammen, wird schnell klar, dass heutzutage ohne einen eigenen E-Mail-Account fast gar nichts mehr geht. Um online shoppen oder bezahlen zu können, benötigen Nutzer bei den jeweiligen Anbietern zunächst ein eigenes Konto. Dies funktioniert nur, insofern eine eigene E-Mail-Adresse vorhanden ist. Es wird also deutlich: Ein eigener E-Mail-Account ist nicht nur wichtig, sondern gewinnt in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung immer mehr an Bedeutung.

Wann kann es wichtig sein, dass eine E-Mail-Adresse seriös klingt?

Bei der Erstellung eines neuen E-Mail-Accounts ist es wichtig, dass sich Nutzer möglichst für eine seriös klingende Adresse entscheiden. Während E-Mail-Adressen, die ausschließlich im privaten Bereich genutzt werden, gerne auch den Spitznamen, Wortkürzel oder ähnliches enthalten dürfen, ist dies bei einem Account, der überwiegend für den beruflichen und geschäftlichen Bereich verwendet wird, in den meisten Fällen ein No-Go. In Bereichen wie Business, Bewerbungen, Schulprojekten, Mailinglisten oder ähnlichem gelten deutlich strengere Regeln als im Freundeskreis. Man hat es hier mit Menschen zu tun, die einem nur flüchtig bekannt sind oder bei denen es sich um Autoritätspersonen handelt. Vor allem Personen, die den E-Mail-Inhaber bewerten müssen, wie Arbeitgeber bei einem Vorstellungsgespräch oder Dozenten an der Hochschule, könnten bei unseriösen E-Mail-Adressen unbewusst Rückschlüsse auf den Charakter oder die Arbeitsleistung einer Person schließen. Dies ist vermeidbar, indem eine seriöse E-Mail-Adresse verwendet wird.

Welche Möglichkeiten gibt es, um eine E-Mail-Adresse zu bekommen?

Um eine E-Mail-Adresse zu bekommen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So kann der Nutzer zunächst die E-Mail-Dienste eines Freemail-Anbieters in Anspruch nehmen. In den meisten Fällen ist ein solcher E-Mail-Account kostenlos und wird von großen Portalen oder IT-Dienstleistern angeboten. Daneben haben Nutzer die Möglichkeit, sich eine eigene Domain zu erstellen. Dafür muss sich der Interessent lediglich einen eigenen Wunschnamen ausdenken und kann anschließend die entsprechende Domain bei einem Webspace-Anbieter bestellen. Meist ist dies kein Hindernis, insofern die Wunschdomain noch verfügbar ist. Die Erstellung einer eigenen Domain verursacht im Gegensatz zu den Freemail-Diensten allerdings Kosten für den Nutzer – welche aber oft im Rahmen bleiben.

Welche Vorteile/Nachteile hat es, wenn man einen Freemailer nutzt?

Möchte man die kostenlosen Dienste eines Freemailers in Anspruch nehmen, hat dies sowohl Vorteile als auch einige Nachteile. Neben der Tatsache, dass die Nutzung eines Freemailer-Dienstes meist keinerlei Kosten verursacht, profitiert der Nutzer auch von einem sehr geringen technischen Aufwand, da der Anbieter in der Regel den technischen Support übernimmt. Da moderne kostenlose E-Mail-Postfächer als Funktionsstark gelten und mit diversen Sicherheitsmechanismen wie DKIM-Signatur oder SSL-Verschlüsselung ausgestattet sind, überzeugen sie im privaten Sektor auf ganzer Linie. Entscheidet man sich für einen Anbieter mit Serverstandort in Deutschland, ist man auch in Bezug auf den Datenschutz in der Regel auf der sicheren Seite. Aber nicht immer sind die kostenlosen Dienste die geeignete Wahl, weil die Postfächer bei Freemail-Anbietern immer an einen Markenspezifischen Domainnamen gebunden sind. Insbesondere im Business-Bereich ist dies eher unpraktisch und wird oft auch als unseriös eingestuft.

Welche Vorteile/Nachteile hat es, wenn man eine eigene Domain nutzt?

Bei der Verwendung einer eigenen Domain ist oft ein professionellerer Auftritt im Internet möglich, denn während mehrere Millionen Nutzer auf Freemailer-Dienste zurückgreifen, sticht eine E-Mail mit eigener Domain positiv aus der Masse heraus. Dies ist nicht nur für Freiberufler, Selbständige und Unternehmen wichtig, sondern auch für all diejenigen, die hohen Wert auf eine ansprechende Selbstdarstellung legen. Zudem erhalten eigene E-Mail-Domains meist deutlich weniger Spam-Mails. Vor allem große Freemail-Anbieter sind immer häufiger das Ziel von Betrügern und Spammern, die Schadstoffsoftware per Mail versenden. Wer eine eigene E-Mail Domain nutzt, ist davon hingegen deutlich seltener betroffen. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Tatsache, dass die Daten auf dem eigenen Server gespeichert bleiben und der Nutzer somit jederzeit die volle Kontrolle über sein Postfach hat. Nachteilig ist hingegen zu betrachten, dass die Umsetzung etwas technisches Know-how voraussetzt und ein – meist geringer – Kostenaufwand für den Nutzer entsteht.

E-Mail-Adresse: Freemail oder eigene Domain?

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