Notebook-Wasserschaden: Was kann man tun bei Flüssigkeit im Gerät?

 

Flüssigkeitsschäden an Notebooks sind im Alltag bei weitem keine Seltenheit. So reicht bereits eine kleine Unachtsamkeit aus und das Lieblingsgetränk wie Kaffee, Wasser oder Limonade landet auf der Tastatur. Doch muss der Kontakt mit Flüssigkeit immer gleich einen Totalschaden bedeuten oder können betroffene Geräte durch gezielte Sofortmaßnahmen noch gerettet werden?

Warum sind Flüssigkeiten so gefährlich für Elektrogeräte?

Die größte Gefahr für Elektrogeräte geht bei Flüssigkeiten von der elektrischen Leitfähigkeit aus. Gelangt Wasser oder ähnliches auf elektrische Bauteile mit offenen Kontakten, so kann dies sehr schnell zu einer Überbrückung von getrennten Schaltkreisen bzw. einem direkten Kurzschluss führen. In diesem Fall können innerhalb kürzester Zeit Bauteile wie Microchips oder Speichermedien zerstört werden, was im wirtschaftlichen Sinne meistens einem Totalschaden gleichkommt. Auch wenn Kurzschlüsse rechtzeitig vermieden werden, kann einmal eingedrungene Flüssigkeit langfristig die Hardware schädigen. So kommt es an den betroffenen Stellen nach und nach zu Korrosionserscheinungen, welche unter Umständen die Funktion beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist nicht nur eine schnelle Reaktion, sondern ebenfalls eine gründliche Reinigung bei Flüssigkeitsschäden von großer Bedeutung.

Erste Hilfe bei Flüssigkeiten auf dem Notebook

Ist der Kaffee oder ein anderes Getränk auf dem eigenen Notebook gelandet, so sollte dieses als aller erstes von der Spannungsversorgung gekappt werden. Um Kurzschlüssen vorzubeugen muss daher unbedingt der Netzstecker gezogen und der Akku herausgenommen werden. Wer hier schnell reagiert, kann sein Gerät in vielen Fällen vor schwerwiegenden Defekten bewahren. Im nächsten Schritt sind alle angeschlossenen Geräte wie USB-Sticks, Monitore, Drucker oder externe Festplatten zu entfernen. Als nächstes sollte das Notebook aufgeklappt und ggf. umgedreht auf eine saugfähige Unterlage, wie beispielsweise einem Handtuch, platziert werden. Weiterhin ist es sinnvoll, offensichtliche Feuchtigkeitsansammlungen mit einem Papiertuch aufzunehmen. Tropft keine Flüssigkeit mehr aus dem Gerät heraus, so sollte dieses für einige Stunden an der Luft getrocknet werden.

Das Notebook nach der ersten Trocknung reinigen

Um Korrosionsschäden zu vermeiden, ist eine detaillierte Reinigung äußerst wichtig. Zuerst muss das Gerät hierfür in seine Einzelteile zerlegt werden. In aller Regel reicht für diesen Prozess ein handelsübliches Sortiment an Feinmechaniker-Werkzeug aus. Wer sich hier nicht genau auskennt, sollte im Internet nach einer passenden Anleitung schauen, die Schritt für Schritt den Ausbau der Einzelteile erklärt. Für das Entfernen von Rückständen eignet sich am besten hochkonzentriertes Isopropanol (70-99,9 Vol%). Entsprechende Reinigungsprodukte kann man beispielsweise in Apotheken, lokalen Fachgeschäften und auch bei Online-Händlern für Druckerzubehör kaufen. Alternativ ist ebenfalls Spiritus aus dem Baumarkt für die Reinigung von Elektrogeräten geeignet. Ist weder Isopropanol noch Spiritus vorhanden, so kann im Notfall auch destilliertes Wasser verwendet werden.

Bei der Arbeit mit Lösungsmitteln ist zu beachten, dass diese nur in gut gelüfteten Räumen verwendet werden sollten. Neben dem Reinigungsmittel erweisen sich weiterhin Mikrofasertücher und Wattestäbchen als hilfreiche Werkzeuge. Kunststoffkomponenten wie Gehäuse, Tastatur und Blenden lassen sich sehr gut mit Spülmittel und warmem Wasser in einer Spüle säubern. Es ist äußerst wichtig, dass alle Komponenten absolut trocken sind, bevor sie wieder zusammengebaut werden. Nutzer sollten die Einzelteile daher nach der Reinigung noch einmal mehrere Tage an der Luft trocknen lassen. Während des Auseinander- bzw. Zusammenbauens ist weiterhin ein behutsames Vorgehen von großer Bedeutung. Grundsätzlich lassen sich die Einzelteile in Notebooks ohne großen Krafteinsatz voneinander trennen bzw. zusammenbauen. Lässt sich ein Bauteil nicht lösen, so sollte genau geprüft werden, ob nicht eine Kabel klemmt oder eine Schraube übersehen wurde.

Das Fazit

In der Gesamtbetrachtung zeigt sich, dass der Kontakt mit Flüssigkeit nicht immer gleich einem Totalschaden gleichkommen muss. Wer hier schnell und richtig reagiert sowie das passende Equipment aus der Apotheke bzw. dem Bürobedarf zur Hand hat, kann sein Notebook in vielen Fällen vor ernsthaften Schäden bewahren.

Mit wasserdichten Grüßen
Ihr HD-Toner Team 😉
https://www.hd-toner.de

 

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