Während der Tintenstrahldrucker mit Druckertinte arbeitet, nutzen Laserdrucker Toner als Verbrauchsmaterial. Für Nutzer stellt sich dabei häufig die Frage, warum es im Handel mehrere verschiedene Tonertypen gibt, wie sich diese überhaupt voneinander unterscheiden und ob man in jedem Gerät ein beliebiger Toner zum Einsatz kommen kann?

Warum gibt es unterschiedliche Tonertypen für Laserdrucker und Kopierer?

Toner für Laserdrucker bestehen aus einer individuellen Zusammensetzung aus Pigmenten, Kunstharzen, verschiedenen Hilfsstoffen sowie magnetisierbaren Metalloxiden. Ein Toner muss dabei besonders hohen und vielseitigen Anforderungen gerecht werden. So muss er zum einen hochwertige Druckergebnisse erreichen, wobei hier vor allem eine möglichst feine Graduierung sowie die Tiefe beim Schwärzen eine Rolle spielen. Zudem soll der Toner an möglichst vielen Materialien haften bleiben und einen geringen plastischen Auftrag aufweisen. Der verwendete Tonertyp muss zwangsläufig den technischen Anforderungen des Gerätes gerecht werden können, er muss bis zur Nutzung eine konstante Konsistenz aufweisen und darf keine Flüssigkeiten aufnehmen. Es gibt deswegen auf dem Markt für jeden Drucker individuell passende Tonertypen. Eine Verwendung von einem beliebigen Toner ist daher nicht möglich. Die richtige Kennzeichnung auf Toner und Gerät müssen identisch sein, damit hochwertige Ausdrucke fehlerfrei erstellt werden können.

1. Was versteht man unter Einkomponententoner?

Der Einkomponententoner kommt bei nahezu allen Systemen zum Einsatz, bei denen sich das Tonerpulver in einer Kartusche befindet. Diese Toner-Kartusche kann vom Nutzer als Gesamteinheit entnommen bzw. gewechselt werden. Das Tonerpulver ist mit einem Entwickler versetzt. Dieser ist notwendig, damit sich um die Entwicklerwalze eine sogenannte Tonerbürste aufbaut. Diese Bürste kommt mit der Photoleitertrommel in Kontakt und sorgt dafür, dass die kleinen Tonerteilchen beim Druck- bzw. Kopierprozess auf die Trommel gelangen können. Der Vorteil eines Einkomponententoners liegt auf der Hand: Dieser Tonertyp überzeugt mit einer besonders einfachen Wartung, da stets nur eine einzige Kartusche ausgetauscht werden muss. Der deutlich höhere Preis ist allerdings ein signifikanter Nachteil. Da auch der Entwickler auf dem bedruckten Medium verbleibt, muss er farbecht und fälschungssicher sein, wodurch oft der hohe Anschaffungspreis zustande kommt.

2. Was versteht man unter Zweikomponententoner?

Bei einem Zweikomponententoner sind der eigentliche Toner und der Entwickler getrennt. Zumeist kommen feinste Eisenpartikel als Entwickler zum Einsatz. Dieser ist nicht auf das Papier übertragbar und kann dementsprechend auch nicht verbraucht werden. Zweikomponententoner werden insbesondere in Kopierern sowie in digitalen Druckmaschinen eingesetzt. Ein Gerät dieser Bauart ist erheblich aufwändiger in der Wartung. Allerdings rechtfertigen die Vorteile dies vor allem bei den größeren Druckermodellen. Da der Toner auf keinerlei Eigenschaften des Entwicklers Rücksicht nehmen muss und insgesamt eine deutlich einfachere Bauweise aufweist, ist er entsprechend günstiger.

3. Was versteht man unter Transferflüssigkeit?

Transferflüssigkeit wird fälschlicherweise oft auch als Flüssigtoner bezeichnet. Sie enthält jedoch dispergierte Farbpartikel, sodass es sich keineswegs um einen flüssiges Tonerpulver handelt. Die belichtete Bildtrommel nimmt den Toner auf, indem sie sich durch die Transferflüssigkeit dreht. Ein Ausdruck mit Transferflüssigkeit besitzt eine deutlich höhere Qualität, denn die Tonerpartikel besitzen zum Teil eine Größe von weniger als 1 µm. Es handelt sich dabei um eine besonders innovative Technologie. Zudem ist bei der Verwendung von Transferflüssigkeit keine nachträgliche Fixierung notwendig. Entsprechend hochpreisig sind die entsprechenden Geräte mit dieser Technik.

Fazit

Wer mit einem Laserdrucker arbeitet, muss zwangsläufig auf die Nutzung des richtigen Toners achten. Die Nutzung von beliebigem Verbrauchsmaterial ist nicht möglich. Nur wenn der Laserdrucker mit dem richtigen Tonertyp ausgestattet ist, kann er qualitative, hochwertige und fehlerfreie Ausdrucke erzeugen.

Tonertypen: Welche Varianten gibt es und was sind deren Eigenschaften?

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