Moiré-Effekt: Entstehung und Vermeidung beim Drucken

 

Beim Drucken kann es unter Umständen passieren, dass Bildinformationen ausgedruckt werden, die im ursprünglichen Dokument nicht vorhanden waren. In vielen Fällen ist dafür der sogenannte Moiré-Effekt verantwortlich. Was man genau darunter versteht und wie sich der Effekt vermeiden lässt, wird im folgenden Beitrag erörtert.

Was genau versteht man unter dem sogenannten „Moiré-Effekt“?

Bei dem sogenannten Moiré-Effekt handelt es sich um ein relativ grob erscheinendes Raster, das häufig auf Ausdrucken oder Fotografien auftaucht. Der Effekt entsteht durch eine Überlagerung mehrerer, fein ausgeführter Raster. Im Grunde ist es eine Art optische Interferenz, durch die verschiedene, in der Regel recht grob aufgeführte Muster entstehen können. Der Moiré-Effekt lässt sich mit einer optischen Täuschung vergleichen und hat nichts damit zu tun, dass Druckerpatronen oder Tonerkartuschen ausgetauscht werden müssen.

Wie und wo kann der Moiré-Effekt entstehen?

Der Moiré-Effekt entsteht immer dann, wenn es zu einer Überlagerung zweier Raster kommt. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele: So kennt der Fotograf den Effekt, wenn er Motive aufnimmt, die regelmäßige Strukturen aufweisen, denn er entsteht in diesem Fall als Wechselwirkung zwischen der Struktur der Kamera und den auf dem Foto befindlichen Strukturen. Da eine Digitalkamera einzelne Bildpunkte auch mithilfe eines bestimmten Rasters aufzeichnet, kann sich das Raster des Bildsensors mit dem Raster des Motivs überschneiden. Soll also beispielsweise eine feine Gardine fotografiert werden, können sich das Raster der Gardine und die Struktur der Kamera überschneiden. Auch beim Drucken kann der Moiré-Effekt auftreten. Handelt es sich beispielsweise um ein Motiv mit eigenem Raster, kommt es ebenfalls zu der Wechselwirkung des Motivs mit dem Raster. Selbstverständlich druckt der Drucker das Motiv ebenfalls in einem bestimmten Raster, nämlich in der jeweiligen Druckauflösung. Der Moiré-Effekt kann wiederum zu einem regelrechten Chaos führen, wenn Ausdrucke entstehen sollen, die bereits auf der Aufnahme den Effekt aufweisen.

Wie lässt sich der unerwünschte Moiré-Effekt vermeiden?

Um den unerwünschten Effekt zu vermeiden, gibt es mehrere Möglichkeiten. Werden beispielsweise die entsprechenden Motive groß genug ausgedruckt, kann es zu keiner Überlagerung der Raster kommen. Wurde etwa ein Raster in Gitterform auf dem Bild in einer stattlichen Größe wiedergegeben, kann der Ausdruck auf Papier durch das feine Druckraster dermaßen präzise erfolgen, sodass kein unerwünschter Effekt mehr entstehen kann. Es findet zudem keine Rasterüberlagerung statt, wenn bestimmte Raster-Motive wie beispielsweise ein Karomuster so klein abgebildet sind, dass das ursprüngliche Muster nicht mehr auf dem Bild erkannt werden kann. Auch durch eine Änderung des Kammernwinkels zum Objekt kann der Moiré-Effekt effektiv vermieden werden. Schon durch solch einfache Maßnahmen kann es zu einer sichtbaren Schwächung des Moiré-Effekts kommen. Zudem ist es möglich, die Digitalkamera leicht zu defokussieren. Eine leichte Unschärfe im Bild, die sich im Regelfall kaum auf die Bildqualität auswirkt, führt ebenfalls zur Vermeidung des Effekts.

Welche Möglichkeiten bieten frequenzmoduliertem Raster zur Unterbindung?

Der Moiré-Effekt lässt sich auch mit einem frequenzmodulierten Raster verhindern, kurz FM-Rasters. Bei einem solchen FM-Raster bestehen die Abbildungen aus wesentlich feineren und kleineren Bildpunkten. Die auftretenden Raster werden bei diesem Verfahren willkürlich über die jeweilige Seite des Ausdrucks verteilt, wodurch das Risiko einer Rasterüberlagerung nahezu minimiert werden kann. Sollte es trotzdem zu einer Zunahme der geschwärzten Bildpunkte kommen, berühren diese sich durch die zunehmende Dichte gegenseitig und können somit förmlich zusammenwachsen. So entstehen relativ ruhige Farbverläufe sowie Bilder ohne den unerwünschten Effekt. Es ist jedoch letzten Endes am einfachsten, bereits bei der Wahl der Motive eine Bildung des Effekts zu umgehen, indem ganz bewusst auf sich wiederholende Muster verzichtet wird. Eine häufige Ursache stellt beispielsweise karierter Bürobedarf oder Kleidung mit Karos dar.

Unser Fazit

Der Moiré-Effekt tritt nicht selten auf und gehört mitunter zu den größten Ärgernissen eines Fotografen und Druckers. Aber auch außerhalb der Kamera kann der unerwünschte Effekt durchaus entstehen. Um ihn zu verhindern, stehen glücklicherweise mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr HD-Toner Team 😉
https://www.hd-toner.de

 

Moiré-Effekt: Entstehung und Vermeidung beim Drucken

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