Drucker für dickes Papier: Worauf kommt es dabei an?

 

Ob Grußkarte, Urlaubsfotos oder Visitenkarte – manchmal macht dickes Papier optisch einfach mehr her. Leider bewältigt nicht jedes Gerät den Druck auf stabilem Material. Welche Eigenschaften ein Drucker aufweisen muss, um ein ansehnliches Ergebnis hervorzubringen, erklärt dieser Ratgeber.

Erforderliche Funktionen, um auf dickem Papier zu drucken

Wenn der Versuch, dickes Papier oder Karton zu bedrucken scheitert, machen unerfahrene Nutzer häufig das Papier dafür verantwortlich. Das ist aber in den seltensten Fällen richtig. Entscheidend ist, ob der Drucker für das Vorhaben geeignet ist. Der einfachste Weg, festzustellen, ob sich der Drucker für das Bedrucken von dickem z.B. Druckerpapier in DIN A4 oder Druckerpapier in DIN A3 eignet, ist der Blick ins Handbuch. Hier findet der Verbraucher sämtliche Angaben zur maximalen Stärke des verwendeten Materials. Besitzt das Gerät die gewünschte Funktion, lässt sich diese im Druckermenü einstellen.

Die Art des Druckers ist wichtig

Weiterhin ist die Art des Druckers, viel mehr dessen Arbeitsweise, relevant. Bei herkömmlichen Tintenstrahldruckern spritzen die Druckerpatronen die Tinte direkt auf das Papier. In den meisten Fällen spielt dessen Stärke deshalb keine große Rolle. Einzig ein zu schmaler Papiereinzug kann einen Papierstau hervorrufen. Etwas komplizierter ist es mit modernen Laserdruckern. Hier wird die zu druckende Grafik zunächst auf einen Tonereinheit übertragen. Anschließend bringen die Toner-Kartuschen und Trommel die Abbildung mit Hitze auf das Papier. Als Faustregel gilt: Je dicker das Papier, umso mehr Hitze ist erforderlich, damit der Toner eingebrannt wird und auf dem Material haften bleibt. Ist der Drucker nicht in der Lage, ausreichend Hitze aufzubringen, entstehen oft nicht zufriedenstellende Ergebnisse.

Anwendungsgebiete von Druckern für dickes Papier

Leider weisen ausgerechnet Farblaserdrucker dieses Manko auf, wo sie doch immer populärer werden. Normalerweise erbringen Laserdrucker viele Vorteile im Vergleich zu den etwas günstigeren Tintenstrahldruckern. Zum Beispiel ermöglichen sie hohe Zeitersparnis, indem sie deutlich schneller drucken können. Während zunächst die Industrie sowie Unternehmen von diesem Vorzug profitierten, finden Farblaserdrucker nun auch im privaten Haushalt immer häufiger Gebrauch. Wer Urlaubsfotos, Danksagungen oder Geschenkkarten selbst herstellen möchte, muss schon lange keinen Copyshop mehr aufsuchen.

Das geeignete Papier für den Drucker

Die maximale Stärke des Papiers ist im Menü des Drucks sowie in der Gebrauchsanweisung mit einem genormten Gewicht angegeben. 80 – 100 g/m² gilt als Standardgewicht, auf die die meisten Geräte optimiert sind. Wer aber dickes Papier bedrucken möchte, muss prüfen, ob das Gerät dafür auch wirklich geeignet ist. Die folgende Tabelle soll dieses Verfahren erleichtern:

* 80 – 100 g/m²- Standardgröße, Büropapier, für normale Ausdrucke
* 110 – 120 g/m²- hochwertiges Papier, für geschäftliche Schreiben, Broschüren oder Briefpapiere
* 130 – 170 g/m²- starkes Papier für Flyer oder Poster
* 170 – 200 g/m²- einfacher Karton, für doppelseitige Drucke, hochwertige Poster oder Magazine
* 200 – 250 g/m²- starker Karton, für Postkarten
* 300 – 400 g/m²- für Visitenkarten, etwas schwieriger zu verarbeiten
* mehr als 400 g/m²- für hochwertige Visitenkarten

Hilfe bei Verwendung untauglicher Geräte

Dass sich ein Drucker nicht für das Bedrucken von Karton eignet, erkennt der Anwender spätestens, wenn das Papier gar nicht erst vom Drucker eingezogen wird. Auf jeden Fall sollte vor dem Drucken mithilfe des Handbuchs in Erfahrung bringen, wie es um die technischen Voraussetzungen seines Geräts steht. Einige Drucker verfügen auch über entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten im Gerät. Die entsprechende Einstellung nimmt er im Menü des Druckers bzw. im Druckertreiber vor. Hier findet er entweder den Befehl für Druckmedien oder die Papierart. Allerdings ist das Layout von Modell zu Modell verschieden. Sind die notwendigen Vorkehrungen getroffen, arbeitet der Drucker ggf. etwas langsamer, um das dickere Papier verarbeiten zu können. Nach Vollendung des Drucks sollt nicht vergessen werden erneut die Standardstärke zu wählen.

Das Fazit

Nicht jeder Drucker eignet sich, um dickes Papier zu bedrucken. Angaben zur Leistungsfähigkeit finden Verbraucher im Handbuch des Geräts. Die entsprechenden Programmierungen werden im Druckervertreiber vorgenommen. Hierbei ist vor allem das Papiergewicht zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr HD-Toner Team ?

https://www.hd-toner.de

 

Drucker für dickes Papier: Worauf kommt es dabei an?

4 Gedanken zu „Drucker für dickes Papier: Worauf kommt es dabei an?

  • 10. September 2021 um 17:45
    Permalink

    Hallo,
    danke für den Bericht über das Drucken von dickem Papier.

    Was mir fehlt ist ein Hinweis, welcher bezahlbarer Drucker den dickes Papier (ca. 200g/m²) drucken kann.

    Für so einen Tipp wäre ich dankbar.

    VG Josef

    Antworten
    • 24. Mai 2022 um 10:54
      Permalink

      Beim HP Officejet Pro 9012 ist ein max. Papiergewicht von 200 g/m² angegeben. Der HP Officejet Pro 9012e kann sogar laut Datenblatt 280 g/m² verarbeiten

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  • 3. Juni 2024 um 13:35
    Permalink

    HP Color Laser Jet Pro MFP M2811fdw bekommt schweres Papier nicht bedruckt.
    Das Papier ist zu steif, als dass es im Gerät umgelenkt werden würde.

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    • 14. Juni 2024 um 9:26
      Permalink

      Hallo,

      jeder Drucker unterstützt anderes Papier-Gewicht. Dieses findet sich meistens in den technischen Daten des Druckers. Für Ihr Modell gibt HP folgendes an:
      Gewicht Druckmedien, unterstützt:
      60 bis 163 g/m² (unbeschichtet/matt, empfohlen), Postkarten: bis zu 175 g/m² und HP Papier matt: 200 g/m² (im Treiber vorgesehen); 60 bis 163 g/m² (beschichtet/glänzend, empfohlen), Postkarten: bis zu 175 g/m² und HP Glossy-Fotopapier: 220 g/m² (im Treiber vorgesehen).

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