Neben Tintenstrahl- und Laserdruckern gibt es noch zahlreiche weitere Drucktechnologien, die auch heute noch in einigen Nischenbereichen zum Einsatz kommen. Neben den Nadeldruckern gehören hierzu auch die sogenannten Thermotransferdrucker. Letztere setzen – je nach Drucktechnik – auf Thermotransferrollen, um das Druckbild zu übertragen. In diesem Artikel erfahren die Leser was es mit dem Thermotransferdruck und den dazugehörigen Rollen auf sich hat.

Was genau sind eigentlich Thermotransferrollen?

Obwohl in vielen Bereichen beim Drucken immer häufiger auf die Tinten- und Lasertechnik zurückgegriffen wird, kommen Thermotransferfolien auch heute noch in zahlreichen Bereichen zum Einsatz. Bei Thermotransferrollen handelt es sich um große Rollen, auf denen eine spezielle und sehr dünne Thermotransferfolie aufgetragen ist. Diese arbeiten ähnlich wie die bekannten Farbbänder bzw. Carbonbänder in Schreibmaschinen, wobei die Thermotransferrollen aber nicht nur nacheinander einzelne Sätze, sondern komplette Seiten auf das Papier übertragen können. Im Vergleich zu Schreibmaschinen erfolgt die Übertragung auf das Papier allerdings nicht durch einen entsprechenden Druck, sondern durch eine gezielte Erhitzung der speziellen Heizelemente an der zu übertragenden Stelle der Folie.

Für welche Zwecke werden Thermotransferrollen benötigt?

Thermotransferrollen werden für verschiedene Gerätetypen verwendet. Zu den häufigsten Verwendungszwecken gehörten lange Zeit klassische Faxgeräte, wobei diese Technik primär in günstigen Einstiegsgeräten zum Einsatz kam und teilweise immer noch kommt. In professionellen Faxgeräten wird inzwischen hingegen auf Tinten- oder Lasertechnik mit normalem Druckerpapier zurückgegriffen. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Drucke wie Kassenbons, Quittungen, Etiketten, Fahrkarten, Eintrittskarten, Barcodes, Preisschilder und zahlreiche andere Drucke im wissenschaftlichen und medizinischen Bereich.

Was sind die Vorteile und Nachteile des Thermodruckverfahrens?

Insgesamt gibt es drei verschiedene Varianten des Thermodruckverfahrens, deren Vorteile und Nachteile an dieser Stelle kurz und bündig in übersichtlicher Form dargestellt werden sollen:

Thermodirektdruck

Vorteile:
– hohe Druckgeschwindigkeit
– einfache Anwendung und Bedienung
– preiswerte Erstellung von Etiketten, Belegen und Bons

Nachteile:
– Ausdrucke bleichen mit der Zeit aus
– keine UV-Beständigkeit
– in der Regel nur schwarz/weiß-Drucke möglich

Thermotransferdruck

Vorteile:
– günstige Druckkosten
– lange Haltbarkeit der Ausdrucke
– hohe Schriftschärfe
– kaum Wartungsbedarf der Technik

Nachteile:
– Thermorollen und Druckmaterial müssen kompatibel sein
– in der Regel nur schwarz/weiß-Drucke möglich
– kritischer Datenschutz, da Ausdrucke auf Thermorollen lesbar

Thermosublimationsdruck

Vorteile:
– lange Haltbarkeit der Ausdrucke
– sehr gute Druckqualität auch bei geringer Auflösung
– verschiedene Druckmaterialien nutzbar (Papier, Stoffe, Plastik, etc.)

Nachteile:
– hohe Anschaffungs- und Folgekosten
– niedrige Druckgeschwindigkeit

Worauf sollte man beim Kauf von Thermotransferrollen achten?

Beim Kauf von Thermotransferrollen sollte im ersten Schritt immer auf die Qualität des Materials geachtet werden und eher auf professionelle und bekannte Hersteller gesetzt werden. Dabei muss es nicht immer das teure Originalzubehör der jeweiligen Gerätehersteller sein, denn inzwischen gibt es auch zahlreiche Drittanbieter, die professionelles Zubehör für Thermotransferdrucker in höchster Qualität zu einem fairen Preis anbieten.

Thermotransferrollen: Wofür werden diese primär benötigt?

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